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warum ich schauspielerin geworden bin?

als ich noch im kindergarten war, wollte ich archäologin werden. aber in der dritten klasse, als wir in der schule theater gespielt haben, wurde mir klar, dass man das sein leben lang machen kann: spielen!
dass es diesen beruf gibt: schauspielerin! damit war für mich alles klar.
"ein schauspieler ist ein mensch, der seine kindheit in die tasche gesteckt hat, um sein leben lang weiter zu spielen." sagt max reinhardt...

ich liebe diesen beruf, weil er mir nie langweilig wird! jede neue rolle, jeder neue text, jede vorstellung, jeder drehtag ist eine neue herausforderung. man lernt zwar immer dazu, aber man hat nie ausgelernt!
und ich liebe geschichten. ich bekomme selbst unheimlich gern geschichten erzählt. vielleicht hat das mit meiner mutter angefangen, die mir jeden abend vorgelesen hat: ronja räubertochter, die brüder löwenherz, die unendliche geschichte... oder mit meinem vater, der für mich selber geschichten erfunden hat.
ich liebe es, andern menschen geschichten zu erzählen, die sie berühren, die gewohntes in frage stellen,  zum nachdenken bringen oder zum lachen oder weinen. am schönsten finde ich es, wenn von all dem etwas in einem theaterabend oder film drin ist...

außerdem liebe ich es, dass ich als schauspielerin letztlich nur für mich selbst verantwortlich bin. so kann ich mich in den endproben oder beim dreh hundertprozentig auf meine arbeit konzentrieren. und diesen zustand genieße ich! ich lasse mich sonst so schnell ablenken oder mache zu viele dinge gleichzeitig...

warum ich das theater liebe?


mir geht es in der arbeit immer um kommunikation. innerhalb der geschichte, mit meinen partnern auf der bühne und mit dem publikum. deshalb liebe ich es, live zu spielen, das publikum zu spüren. jede vorstellung ist durch die energie des publikums anders.

warum ich die arbeit vor der kamera liebe?

der blick der kamera stellt eine unglaubliche konzentration her. die kamera sieht alles. (außer man läuft aus dem bild raus...) ich kann mich dabei einfach fallen lassen, im moment sein, auf meinen partner reagieren. diese leichtigkeit genieße ich sehr.

warum ich singe?

auch damit hab ich schon früh angefangen. wir hatten als ich klein war kein autoradio und haben deshalb immer selbst gesungen... später hab ich im chor und mit  freunden musik gemacht. gesangsunterricht hatte ich aber erst im schauspielstudum. bei einer tollen lehrerin, die die stimme ausgebildet hat, ohne sie auf einen bestimmten stil festzulegen. so kann ich heute ganz unterschiedliche musikalische richtungen bedienen. und die abwechslung macht mir großen spaß.

ich habe einige musiktheater-projekte gemacht und mag diese art von theater sehr. ich singe sehr gern als schauspielerin auf der bühne.
außerdem trete ich seit 2004 auch mit eigenen musikalischen projekten auf. zuerst mit chansons von marlene dietrich und dann mit einem marylin-monroe-programm. dabei habe ich auch meine band gefunden:  den gitarristen
ralf krebs und den bassisten axel haller. zusammen sind wir >mieke schymura & band<. wir spielen eigene versionen von großen hits, die jeder kennt und die "immer alle hören wollen". aber wir spielen sie auf unsere ganz eigene weise...

auch beim singen gehts es mir darum, die zuhörer zu berühren, aber vor allem möchte ich, dass die leute sich wohl fühlen, einen wunderschönen abend verbringen und gut gelaunt nach hause gehen.

warum ich unterrichte?

wann immer ich zeit habe, gebe ich schauspielunterricht. meist einzelunterricht für junge leute, die schauspieler werden möchten und sich auf aufnahmeprüfungen an schauspielschulen vorbereiten.  an den staatlichen schulen bewerben sich 1000 - 3000 leute auf cirka 10 studienplätze pro schule. da ist es nicht einfach, einen studienplatz zu bekommen, auch wenn das talent dafür da ist. ich gebe meinen schülern das, was ich mir damals, als ich selbst die prüfungen gemacht hab, gewünscht habe...